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„Der Weg ist das Ziel“. Auf kaum eine Freizeitaktivität trifft diese Aussage mehr zu als auf das Radwandern. Das Fahrrad steht hier als Reisefahrzeug im Mittelpunkt und wird für eine Vielzahl von Urlaubsaktivitäten genutzt. Der Großteil der Radtouristen bereist das Zielgebiet mit anderen Verkehrsmitteln und in der Urlaubsregion so genannte Etappentouren zu starten. Im Gegensatz zur Fahrradtour geht es beim Radwandern jedoch nicht primär um das Erreichen des Zielortes innerhalb einer gewissen Zeit, sondern vielmehr um das Genießen und bewusste Wahrnahmen der Region und ihrer Landschaft.

Vielerorts wurde bereits erkannt, dass diese Art der Freizeitaktivität gefördert werden muss und der Ausbau so genannter Radwandernetze vorangetrieben. So wurden in vielen touristischen Gebieten Lücken in den Radweg-Netzen geschlossen und neue Radwanderwege ausgewiesen.

Ein gut ausgebautes Radwandernetz ist für viele Urlaubsregionen eine gute Möglichkeit ihre vorhandenen Angebote an touristischen Aktivitäten zu erweitern und sich über das bereits bestehende Image hinaus bekannt zu machen. So bieten z.B. die Schweiz und Österreich die Möglichkeit an, ihre Gebirge mit dem Rad zu erwandern. Auch typische Badegebiete wie die Insel Rügen besitzen hervorragende Radwandernetze und laden den Urlauber ein, ihre Region mit dem Rad zu erkunden. Als weiteres Beispiel müssen hier die deutschen Wintersportgebiete in den Mittelgebirgen erwähnt werden. So bietet auch Oberwiesenthal, gerade in den warmen Monaten des Jahres, die Möglichkeit professionelle Radwandertouren durch das Erzgebirge zu unternehmen. Galt der Radtourismus früher als Arme-Leute-Tourismus, hat sich dieses Image bis heute stark gewandelt. Als Teil des Fahrradtourismus beschert das Radwandern den bereisten Regionen zusätzlich erheblich Einnahmen und kann als wichtiger wirtschaftlicher Motor betrachtet werden. So besuchen Radwanderer, durch ihre langsamere Fortbewegung eher als Autotouristen auch Museen und Denkmäler. Mittels der Ausschilderungen der Radwanderwege können die Touristen in diesem Zusammenhang besser verteilt und auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam gemacht werden.

Für Interessierte und erfahrene Radfahrer existieren mittlerweile Fahrradreiseführer und Radwanderkarten flächendeckend für fast alle europäischen Länder. Diese werden vorrangig als zielgruppenspezifische Karten ausgegeben und ermöglichen eine genauere Bewertung und Benutzung von Wegweisungen. Darüber hinaus haben auch die neuen Technologien vor dem Fahrradtourismus nicht halt gemacht und bereichern den Radfahrer mit GPS und Routenplanern. Das Radelvergnügen hat somit eine neue Dimension erreicht bietet die optimale Möglichkeit sich vom Alltagsstress zu erholen.

Radwandern in der Freizeit und vor allem im Urlaub boomt und der Ausbau des Streckennetzes geht immer weiter voran. In Zukunft werden somit weitere hervorragende Strecken entstehen, die dem Radfahrer neue reizvolle und idyllische Landschaften erschließen.